



Medizinische Versorgung
In der ländlichen Umgebung von Bangalore im indischen Bundesstaat Karnataka hat Dr. Arulappa C. Gerard als Vorsitzender von Ashraya Ministries eine Klinik aufgebaut mit dem Ziel, Menschen aus armen und mittellosen Bevölkerungsschichten eine kostenlose medizinische Grundversorgung zu ermöglichen.
Der Neubau der Klinik begann im Juli 2006 und wurde ebenso wie Teile der Klinik-Einrichtung, verschiedene medizinische Geräte und die Gehälter des Personals vollständig von Gebende Hände finanziert. Im Oktober 2007 konnte das Krankenhaus nach der Einweihung im Beisein von Regierungsvertretern den Betrieb aufnehmen.
Neben der regulären medizinischen Versorgung führt Dr. Gerard Schulungen durch in den Bereichen Hygiene, Ernährung und Umgang mit Ressourcen. Auch Schutzimpfungen sowie die Anleitung von Selbsthilfe-Gruppen gehören dazu. Außerdem haben Spender von Gebende Hände die Anschaffung eines Kleinbusses ermöglicht. Dieser wird nun regelmäßig als mobile Klinik eingesetzt. Damit fahren Dr. Gerard und sein Team zu Patienten in besonders abgelegene Regionen, für die der Weg in die Klinik zu weit wäre.
Waisenhaus
Das „Kathleen Home for Orphans and Widows“ („Kinderheim für Waisen und Witwen“) bei der Stadt Nasarpur im Bundesstaat Andhra Pradesh gibt derzeit 85 Kindern im Alter von fünf bis 16 Jahren ein Zuhause. Außerdem finden hier mittellose Witwen eine Heimat und Beschäftigung, indem sie bei der Versorgung der Waisenkinder mithelfen. Die Kinder erhalten Unterkunft, Verpflegung und Schulbildung. Die Leiter des Hauses, Vunnamatla Yesupadam und seine Frau Kumari, haben das Ziel, einmal bis zu 200 Kinder aufnehmen zu können.
Gebende Hände unterstützt diese Arbeit daher mit finanziellen Mitteln für die Errichtung weiterer, dringend benötigter Gebäude. So konnte im Februar 2009 ein neues Haus für die Jungen des Heims eingeweiht werden.
Alphabetisierungsprogramm
Die Angehörigen des Volksstammes der Soura im ostindischen Orissa gehören zur am meisten vernachlässigten und verachteten Bevölkerungsgruppe Indiens. Sie leben in abgelegenen ländlichen Regionen oder in den Bergen, wo es kaum intakte Infrastruktur gibt, und sind zum größten Teil Analphabeten. Ihre Armut ist der Hauptgrund dafür, dass auch die Kinder schon früh mitarbeiten müssen, um den einfachen Lebensunterhalt mit dem Anbau von Feldfrüchten zu sichern.
Eine christliche Kirchengemeinde vor Ort bemüht sich seit einigen Jahren aktiv darum, die Lebensbedingungen und die rechtliche Stellung der Soura zu verbessern. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden arbeiten sie an der nachhaltigen Gemeindeentwicklung, setzen sich ein für die Ausbildung von Leitern und kostenlose Schulbildung für bedürftige Kinder und insbesondere für eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Stellung der Frauen.
Gebende Hände finanziert die Durchführung von Alphabetisierungsprogrammen, die seit Dezember 2009 in 30 Dörfern jedem jungen Erwachsenen – und zwar unabhängig von Geschlecht und Religionszugehörigkeit – die Möglichkeit bieten, seine Zukunftsperspektiven zu verbessern. Die Entwicklungsarbeit unter den Soura soll auch weiterhin von Gebende Hände gefördert werden.
Weitere von Gebende Hände unterstützte Projekte sind Wasseraufbereitung, Fischfang und Schulbildung für Slumkinder aus der Kaste der Dalits, der Unberührbaren.