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Wie hilft <em>Gebende Hände</em>?


Gebende Hände arbeitet seit seiner Gründung in Nicaragua, weil es einerseits zu den ärmsten Ländern der Welt gehört und wir andererseits dort einen außergewöhnlich fähigen und engagierten Projektleiter gewinnen konnten: Mario Aviles. Er gründete selbst, schon vor dem Kontakt mit Gebende Hände, das einheimische Hilfswerk FUNAD (Fundación Nicaragüense para el

Auxilio y el Desarrollo), was übersetzt heißt: „Nicaraguanische Stiftung für Hilfe und Entwicklung“.

 

Damit Menschen einen Ausweg aus der Armut finden und für sich selbst sorgen können, vermittelt FUNAD jede erdenkliche Hilfe in den Bereichen Gesundheitsfürsorge, Ernährungshilfe, Arbeitsplatzbeschaffung, Wohnungsbeschaffung und Hilfe zur Selbsterhaltung. Das heißt konkret: Beratung und Finanzierung von Existenzgründungen durch Kurse, Schulungen und Kredite; Maschinenverleih und Saatguthilfe für die Landwirtschaft; sowie

Maschinenbeschaffung für die Kleinbetriebe, Straßenkinderbetreuung und die Errichtung von Waisenheimen und Schulen. Die wichtigsten Arbeitszweige beschreiben wir im folgenden:


Kleinkredite für Existenzgründungen

Mittels der einheimischen Wohltätigkeitsorganisation FUNAD werden Gelder zum landesüblichen Zinssatz verliehen. Den dazu nötigen Fonds hat Gebende Hände finanziert.

 

Mit jedem Bewerber für einen Kleinkredit wird seine individuelle Geschäftidee durchgesprochen und ggf. Verbesserungsvorschläge gemacht, bis das Konzept schlüssig ist. Dann wird ein Vertrag aufgesetzt und notariell beurkundet, in dem der Umfang des Kredits, die Tilgung (innerhalb von 3 bis 6 Monaten in wöchentlichen Raten), sowie Zinsen und Sicherheit festgeschrieben werden.

 

Familien, die mit Hilfe von FUNAD eine Existenz gründen, arbeiten in der Regel von ihrer Wohnung aus an der Straße im Kleingewerbe (Handwerk und Reparatur, Dienstleistungen, Landwirtschaft). Das nötige Startkapital von rund 500 US$ könnten sie sonst nirgends leihen.

 

Nur 2% der Leihgelder kamen in der Vergangenheit nicht zurück. Die darüber hinausgehenden Zinserträge benötigt FUNAD für die Verwaltung. Zurückgezahltes Geld geht an einen neuen Antragsteller.

 

Viele Zahlungen werden in bar abgewickelt, vor allem die Rückzahlungen der ausgegeben Kredite. Diese werden von den FUNAD-Mitarbeitern bei den neuen Kreditnehmern monatlich persönlich abgeholt. Solche Besuche dienen gleichzeitig als Kontakt-und Beziehungspflege und zur ganzheitlichen Anleitung der Kreditnehmer, mit dem erwirtschafteten Geld auch richtig umzugehen. Pro Woche werden durchschnittlich ein bis zwei neue Kredite vergeben. Für Banken sind solche Kleinkredite, die viel Arbeit machen und wenig Profit versprechen, unattraktiv.


Waisenheim „Hogar de Fe“

Eine wichtige Aufgabe in Nicaragua besteht in der Versorgung von Kriegswaisen. Für sie wurde 1994 ein Waisenheim gebaut. Im gleichen Jahre wurde es mit den ersten sieben Jungen eingeweiht. Es heißt „Hogar de Fe“ (Heim des Glaubens) und liegt in Los Brasiles, 20 Autominuten von Managua entfernt. Das Projekt wurde von Anfang an aus Deutschland unterstützt, seit 1996 von Gebende Hände.

 

Zum Waisenheim gehört auch der Arbeitszweig Berufsausbildung. Hier werden die Jugendlichen zu Schneidern und Näherinnen, Zimmerleuten, Möbeltischlern, Automechanikern und Computer-Fachleuten ausgebildet. Kinder, die vorher völlig auf sich allein gestellt waren, sind jetzt überglücklich, ein eigenes Zuhause zu haben und auch noch eine Berufsausbildung zu bekommen.


Schule und Computerkurse in La Concha

1994 wurde im Stadtbezirk La Concha, 30 km von Managua entfernt, ein Schulgebäude errichtet. Dort befindet sich seit 1995 die erste christliche Schule der Gegend. 1995 besuchten 75 Kinder die Schule, inzwischen sind es weit über 100, nachdem das Gebäude mehrfach erweitert wurde. Hier bekommen die Schüler dreimal pro Woche ein Mittagessen und täglich ein Frühstück. Sie kommen aus den angrenzenden ländlichen Gebieten.

 

Die Schule wurde als beste im ganzen Regierungsbezirk ausgezeichnet. Sie untersteht dem Erziehungsministerium. Unterricht erteilen der Direktor und sechs Lehrer. Um die Schulräume möglichst gut zu nutzen, werden die kleineren Kinder am Vormittag unterrichtet. Am Nachmittag findet dann der Unterricht für die höheren Jahrgangsstufen statt.

 

Unweit der Schule wurde 2004 ein Computer-Trainings-Zentrum eingerichtet, auch wieder komplett von Gebende Hände finanziert. Es ist gut besucht, und die Leute nehmen teilweise lange Anreisen in Kauf, um die nötigen Kenntnisse zu erwerben, die heutzutage für eine gut bezahlte Anstellung vorausgesetzt werden. Für viele ist dies ein Weg aus der Armut.


Waisenheim und Schule „Hogar El Reposo“

In das knapp sieben Autostunden von Managua entfernt gelegene Nueva Guinea strömten die Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Ausland zurück. Nueva Guinea ist eine Stadt, die aus der Asche des Bürgerkrieges entstand. Dort wurde 1993 ein Flüchtlingszentrum errichtet und 1994 vollendet: „Hogar El Reposo“, Heim der Ruhe. Hier wurden die zurückkehrenden Flüchtlinge für die ersten Tage aufgefangen. Sie erhielten eine erste Unterkunft, Kleidung, medizinische Versorgung, Werkzeuge und Samen, eine erste Ausbildung und – wenn angebracht – auch Gelder zur Existenzgründung.

 

FUNAD begann 1993, an sehr arme Bauern aus Nueva Guinea statt Geld einen 25 Pfund schweren Sack Bohnen zu verleihen. Eine Familie kann damit in der nächsten Saison fünf bis zehn solcher 25-Pfund-Säcke ernten. Sie gibt zwei Säcke Bohnen an FUNAD zurück und kann den Rest behalten. Die zwei Säcke „Rückzahlung“ gehen wieder an weitere Familien. Dieses Projekt hat sich als außerordentlich erfolgreich herausgestellt.

 

Nachdem der Strom der zurückkehrenden Flüchtlinge abebbte, wurde das Zentrum umgebaut und als Kinderheim eingerichtet, das 30 Kinder langfristig aufnehmen kann. Seitdem wird hier Kindern Versorgung und Geborgenheit geschenkt. Das Kinderheim möchte den Waisen helfen, die Greueltaten des Bürgerkrieges zu vergessen. Eine christliche Schule und ein Computer-Trainings-Zentrum runden die Arbeit in Nueva Guinea ab.


Häuser für Flüchtlinge in Los Brasiles

Der Hurrikan „Mitch“ war ein atlantischer Wirbelsturm, der vom 22. Oktober bis zum 8. November 1998 in Mittelamerika wütete, wobei mehr als 10.000 Menschen ums Leben kamen und Hundert-tausende ihr Hab und Gut verloren. Nicaragua war neben Honduras am schwersten betroffen.

 

In Los Brasiles, 15 Autominuten vom FUNAD-Büro in der Hauptstadt Managua entfernt, wurden Obdachlose aufgefangen und untergebracht. Für die Langzeitversorgung dieser Familien kaufte FUNAD 1999 ein größeres Stück Land und erbaute darauf etliche Häuser. Obdachlose Familien, die durch den Hurrikan ihren Besitz verloren hatten, wohnen dort nun in einfachen neuen Häusern. Das Land und die Häuser gehören FUNAD. Die Bewohner zahlen Miete. Es wird sehr darauf ge-achtet, daß alle gleich behandelt werden. Die Mitarbeiter von FUNAD halfen ihnen, sich selbständig zu machen, damit sie ihre Familien wieder ernähren können.

 

Aus der unmittelbaren „Auffangarbeit“ nach dem Hurrikan, bei der zeitweise 65 Familien täglich mit allem Lebensnotwendigen versorgt wurden, ist so ein langfristiges Selbsthilfeprojekt entstanden.


Kinderspeisungen

In der Hauptstadt Managua existieren drei Speisungsprogramme für Kinder an verschiedenen Standorten. An jedem Standort werden täglich ca. 50 Kinder versorgt.


Containerlieferungen

Weiterhin unterstützt Gebende Hände die Hilfsanstrengungen von FUNAD mit zahlreichen Contai-nerlieferungen. Versandt wurde medizinisches Material (für die Soforthilfe nach dem Hurrikan „Mitch“), darüber hinaus Decken, Lebensmittel, Schuhe usw.

 

Außerdem wurden seit mehr als 10 Jahren aus den USA und Deutschland Millionen von Samenpäckchen nach Nicaragua verschifft. Da Nicaragua ein Agrarland ist und das Saatgut landes-weit verteilt wurde, stellten diese Spenden eine gewaltige Förderung für den Aufbau des Landes dar.


Dankschreiben des Projektleiters

Liebe Freunde von Gebende Hände,

 

vielen Dank für Eure jahrelange großzügige Unterstützung von FUNAD. Durch Eure finanzielle Hilfe habt Ihr uns ermöglicht,

 

Tausende von Kindern und ihre Familien zu ernähren,
Kindern in unseren Waisenhäusern ein liebevolles Zuhause zu schaffen,
den Opfern des Hurrikans „Mitch“ Nothilfe zu leisten,
Kindern durch unsere Schulen in La Concha und Nueva Guinea eine christliche Ausbildung zu geben,
Berufsausbildungs-Zentren aufzubauen (Zimmerei, Autowerkstatt, Computer-Zentrum) und
Hunderte von Kleinkredit-Projekten zu vergeben.

 

Wir sind Euch und den Spendern von Gebende Hände so dankbar, die all das möglich gemacht haben. Eure Hilfe bewirkt eine große Veränderung im Leben vieler Kinder und ihrer Familien.

 

Wir beten, daß Gott Euch reichlich segnen möge.

Euer Mario Aviles (Leiter von FUNAD)


 

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Gute Gründe für Ihre Spende an Gebende Hände:

Bildung schafft Zukunft:
Das ist in den Entwicklungs- ländern nicht anders als in Deutschland. Wo immer Gebende Hände Kindern hilft, versuchen wir, ihnen auch Schulbildung und Berufsausbildung zu ermöglichen, damit sie anschließend auf eigenen Beinen stehen und sich selbst versorgen können. [mehr]

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